Title: Geschichte
Author: RegioHelden
Published: 14. Juni 2023
Last modified: 7. Februar 2024

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![White Belt Warriors: Person in Kimono and White Belt on Gray Background with Space
for Text. Martial Arts Discipline Concept AI Generative](https://www.shotokan-braunschweig.
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# Geschichte

## Shotokan: Tradition trifft Technik

Karate hat als Kampfkunst ihren **Ursprung in Okinawa**. Okinawa ist eine große 
Insel, die lange ein eigenes Königreich bildete und gehört heute zu Japan. In der
Vergangenheit hatten Okinawa und Japan aber sowohl politisch als auch kulturell 
nur wenig miteinander zu tun. Okinawa hatte im Gegensatz zu Japan recht früh regen
kulturellen Austausch mit China.

Bereits in der Frühzeit gab es auf Okinawa eine Kampfkunst, die sich einfacher Techniken
bediente. Durch den **Einfluss Chinas** entwickelte sich hier bald durch Vermischung
von chinesischer Kampfkunst – dem **Quang Fa **(Kung Fu) – und den einheimischen
Techniken ein **eigenständiges System**, das **Tode** (Hand der Tang (China)) oder
auch **Okinawa Te **(Hand von Oki) genannt wurde.

Trotz der Entwicklung mehrerer regionaler Stile wie Naha-te, Shuri-te und Toman-
te, waren sie alle Teil des Hauptsystems. Im 17. Jahrhundert wurde Okinawa jedoch
durch den Einfall der Satsuma Samurai unter japanische Kontrolle gebracht, wodurch
der Einfluss Chinas abgeschnitten wurde.

## Karate wird zur notwendigen Selbstverteidigung

In dieser Zeit wurde das Tode **heimlich weiter trainiert**, um **Widerstand gegen
die Besatzung leisten** zu können. Die okinawanischen Kampfkunstexperten verfeinerten
die Methoden des waffenlosen Kampfes, da den Okinawanern das Tragen von Waffen untersagt
war. Gleichzeitig wurden gebräuchliche Haushaltswerkzeuge zu improvisierten Waffen
umfunktioniert, was heute im Kobudo-Training praktiziert wird.

![Karate](https://www.shotokan-braunschweig.de/wp-content/uploads/sites/9083/2023/
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## Kontakt zu Japan 

**Anfang des 20. Jahrhunderts** verbesserte sich das Verhältnis zwischen Okinawa
und Japan, wodurch die okinawanischen Tode-Meister:innen beschlossen, die bis dahin
geheim gehaltene Kampfkunst **öffentlich zu verbreiten**, insbesondere in Japan.
Meister Gichin Funakoshi wurde ausgewählt, um das Tode in Japan zu demonstrieren.
Die **Japaner:innen** waren von dieser neuen Kampfkunst **begeistert**, und Funakoshi
eröffnete das Shotokan-Dojo in Tokio, benannt nach seinem Künstlernamen „Shoto“.

Obwohl der Kontakt mit den Japaner:innen einige Veränderungen mit sich brachte, 
wie den Wechsel zur Kleidung des Judos und die Übernahme des Gürtelsystems von diesem,
wurde das Training vereinfacht, um es einer **breiteren Masse zugänglich** zu machen.
Dadurch fand Karate großen Zuspruch und Verbreitung in Japan.

## Verbreitung des Shotokan-Karate

Funakoshi übergab schließlich in den 1930ern die Leitung seines Dojos an **seine
Sohn Yoshitaka Funakoshi**. Die­ser veränderte den Stil seines Vaters schließlich
grundlegend und brachte wieder die ursprünglich von Sensei Azato stammenden **aggressiveren
und kämpferischen Elemente** ein. Yoshitaka verstarb leider recht früh an Tuberkulose
und das Shotokan Dojo wurde 1945 bei einem Bombenangriff zerstört. 

Ein **Schüler** Yoshitaka Funakoshis **Masatoshi Nakayama** nahm den Unterrichtsbetrieb
wieder auf und gründete ein eigenes Dojo, dem er ebenfalls den Namen Shotokan gab.
Er veränderte den Stil weiter und brachte **viele sportliche Aspekte** und eine 
Reihe neuer Katas ein. Er gründete auch die JKA (Japan Karate Association) und sorgte
für eine weltweite Verbreitung des Stils.

Heute repräsentiert das **Shotokan-Karate** eine japanisierte Form der ursprünglichen
Okinawa Te. In den letzten 40 Jahren haben sich die japanischen Meister:innen jedoch
wieder auf die Ursprünge und die **ursprünglichen Werte des Karate** besonnen. Dabei
steht die Kunst sowie der Mensch in seinem ursprünglichen ungeteilten Sein im Mittelpunkt
und weniger der reine Sport und Wettbewerb.

Eine Kampfkunst für Körper und Geist!
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